Integratives Wohnen, Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen für die Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen –Light Residential

Wohnlösungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Italien

Das Ziel des Projekts Light Residential, das von der Aiutiamoli Stiftung in Mailand durchgeführt wird, ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen einen graduellen Übergang zu einem unabhängigen Leben und die Inklusion in die Gesellschaft zu ermöglichen. Ihnen werden unterschiedliche Wohnlösungen, entweder in Gruppen- oder Einzelappartements und auch Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags angeboten. Die Stiftung wurde im März 2007 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen, die auf einem bereits existierenden Verein – Aiutiamoli Onlus – aufbaute, der bereits seit 1989 besteht und sich seitdem mit den vielfältigen Problemen psychisch Erkrankter und deren Angehörigen befasst. Gegenwärtig beschäftigt Aiutiamoli mehr als dreißig PsychologInnen und ErzieherInnen, etwa 50 Angehörige von Nutzern und 17 Nutzer des Light Residential- Projekts.
 
Die Hauptidee der Light Residential-Projekts besteht im Aufbau eines neuen Modells stationärer psychiatrischer Einrichtungen basierend auf der Idee eines flexiblen, individuellen, integrativen und gemeinschaftsorientiertem therapeutischen Projekts – um die vollständige Rehabilitation der Nutzer zu erreichen. Ein ausschlaggebender Faktor ist die Änderung der lokalen Rahmenbedingungen, die einen Paradigmenwechsel im Bereich der psychischen Gesundheit erleben. Durch die regionale Gesetzgebung (Lombardei Region), die eine „Neuentwicklung stationärer psychiatrischer Einrichtungen“ fordert, ist es den Light Residential-Projekten möglich, den psychisch Erkrankten durch das Leben in neuen Wohnstrukturen zu mehr Autonomie zu verhelfen.
 
Die Aiutiamoli Stiftung verwaltet gegenwärtig zwei Light Residential Projekte in Mailand, die durch eine Partnerschaft zwischen dem öffentlichen Sektor (lokale Gesundheitseinrichtungen, Kommunen) und dem dritten Sektor (Vereine, zivilgesellschaftliche Organisationen) ermöglicht werden.
 
Kernelemente der innovativen Praxis sind:
 
  • (a) Die Integration öffentlicher Institutionen in die Finanzierung, Planung und Verwaltung von Light Residential Programmen. Die Finanzierung der Light Residential Programme (72 Euro am Tag) basiert auf regionalen Fonds, die von der ASL (der lokalen Gesundheitseinheit) im Rahmen der Gesundheitsquote (45 Euro) verwaltet werden und Fonds, die von der Kommune im Rahmen der Sozialquote bereitgestellt werden (27 Euro).
  • (b) Die Integration organisatorischer und professioneller Einrichtungen (shared care) bei therapeutischen Rehabilitationsprojekten von Menschen in Light Residential Projekten. Die verschwimmenden Grenzen zwischen dem Gesundheitssektor und dem sozialen Sektor involvieren soziale Dienstleistungen und professionelle Expertise;
  • (c) Die Offenheit für die Zivilgesellschaft und andere Projekte in der Gegend, wobei die Schaffung sozialer Netzwerke vereinfacht werden soll, um Isolation zu vermeiden und die soziale Integration der Menschen, die an dem Wohnprojekt teilnehmen, zu fördern. Die aktive Rolle der Angehörigen und Freiwilligen stellt dabei einen zusätzlichen Mehrwert dar.

 

 

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