Befähigung zum Umgang mit den eigenen Finanzen – Humanitas: Programm zur Unterstützung bei Finanz- und Behördenangelegenheiten

Verbesserung der finanziellen und behördlichen Fähigkeiten von Menschen zur Förderung einer aktiven Inklusion

Das Humanitas-Programm bietet Menschen, die alleine nicht mehr in der Lage sind, ihre finanzielle und administrative Lage zu überblicken und zu bewältigen, Unterstützung bei Finanz- und Verwaltungsangelegenheiten. Der innovative Charakter des Projekts besteht darin, dass es eine Lücke im Bereich der sozialen Dienstleistungen füllt, indem es noch vor den klassischen Angeboten zur Schuldenbefreiung, die in den Niederlanden angeboten werden, greift. Das Projekt reagiert auf einen neuen Bedarf in der Gesellschaft, der auf die Wirtschaftskrise zurückgeht und auf die zunehmende Wahlnotwendigkeit im Bereich von Renten, Versicherungen und Lebenskosten. Das Projekt hat zum Ziel, soziale Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden. Darüber hinaus trägt es dazu bei, seine TeilnehmerInnen zu befähigen, indem es ihre Fähigkeiten und Kompetenzen verbessert und so auch ihre (Wieder-)Eingliederung in die Gesellschaft befördert.

Die Unterstützung erfolgt durch Freiwillige, ist meistens auf einen kurzen Zeitraum ausgelegt und auf die jeweils individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen zugeschnitten. Beispiele für TeilnehmerInnen sind: Menschen in finanziellen Notlagen, z.B. in Folge von Insolvenz, Verschuldung oder Vertreibung; junge Erwachsene, die Schwierigkeiten im Umgang mit Geld haben, etwa aufgrund von Analphabetismus oder eines niedrigen Bildungsniveaus; Ex-Häftlinge, die Unterstützung bei Behördengängen benötigen im Rahmen ihrer Re-(Integration) in die Gesellschaft. Um die Effektivität dieser Dienstleistung und ihrer Einfluss auf das Leben der Menschen evaluieren zu können, hat Humanitas die Universität Tilburg  mit einer umfassenden Studie beauftragt. Diese innovative Methode der Evaluation stellt eine datengestützte Informationsquelle dar, die dazu genutzt werden kann, die Ressourcen bei der zukünftigen Entwicklung und Anwendung von Humanitas-Projekten noch besser zuzuteilen.

Die TeilnehmerInnen des Programms erwerben neue finanzielle Kompetenzen und Fähigkeiten und lernen (Schritt für Schritt), wie sie ihre behördlichen Angelegeneheiten selbstständig bewältigen können. Das Programm bietet ihnen konkrete Hilfestellung an, um bereits existierende finanzielle Schwierigkeiten zu überwinden und zu verhindern, dass die Probleme noch schwerwiegender werden. Die Erkenntnisse der Forschungsarbeit der Universität Tilburg zeigen, dass die TeilnehmerInnen vor allem von der qualitativ sehr hochwertigen Unterstützung in vielerlei Hinsicht profitieren. Die TeilnehmerInnen geben an, durch die Hilfe zum selbstständigen Arbeiten angeregt worden zu sein und dabei in einem geschützten Rahmen ihre neuen oder erneuerten Fähigkeiten anwenden konnten.

Sowohl durch den Erwerb neuer Kenntnisse und Fähigkeiten als auch durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung mit den Freiwilligen können die TeilnehmerInnen ihr Selbstbewusstsein und ihre Unabhängigkeit verbessern. Die Unterstützung durch die Freiwilligen, die vor allem auf Solidarität und Unabhängigkeit beruht, geht weit über bloße Hilfe in Verwaltungsangelegenheiten hinaus und trägt zur Befähigung und (Re-)Integration der TeilnehmerInnen in die Gesellschaft bei.

 

 

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