Gemeinschaftliche Lösungsansätze für Probleme der öffentlichen Gesundheit – Santé Communautaires Seclin

Initiative zur Förderung des Gemeinwohls durch Schauspielen

Die Maßnahme ist Teil einer Initiative zur Steigerung des Wohlergehens im Rahmen der Stadtpolitik („politique de la ville“), die sowohl Amtsträger, Experten aus dem Gesundheitswesen und dem Bereich sozialer Dienstleistungen sowie die Bewohner einer Stadt, bzw. eines bestimmten Viertels, das als „sensibel“ eingestuft wird („Zone Urbaine Sensible“) mit einschließt. Das Hauptziel besteht in der Etablierung bestimmter Synergien in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden. Außerdem sollen die Teilnehmenden zu vollständig integrierten Akteuren werden. Der Aufbau eines „Selbstwertgefühls“ ist die Zielsetzung des Projekts. Erreicht werden soll dies durch Theaterspielen unter der Leitung einer Schauspielerin, die in „gewaltfreier Kommunikation“ und im „Theater der Unterdrückten“ ausgebildet ist. 
 
Jedes Jahr wird in der Gegend das „Faites de la Santé“, ein Festival zum Thema Wohlergehens, gefeiert, um über die im Laufe des Jahres durchgeführten Maßnahmen zu reflektieren und ein sektorübergreifendes Thema zu diskutieren. 2007 lautete das Thema „Selbstwertgefühl“, ein integraler Bestandteil des Projekts. Nach einigen Sitzungen äußerten zahlreiche Anwohner den Wunsch, den Prozess weiterzuführen und ein langfristiges Projekt aufzubauen, durch das vor allem Ausdrucksvermögen und gegenseitiges Verständnis gefördert werden sollte. Das aktive Netzwerk trug dazu bei, eine professionelle Schauspielerin als Leiterin der Workshops an Bord zu holen, der aus ca. zehn Anwohnern besteht.
 
Die Innovation besteht darin, dass die Anwohner selbst den Workshop leiten. Die Schauspielerin bietet nur den Rahmen für den Dialog. Sie nutzt die Bühne als Plattform für Meinungsfreiheit. Die Schaupielarbeit kreist um Probleme und Themen, die von den Anwohnern vorgeschlagen werden und mit dem Thema Wohlergehen zusammenhängen. Aus diesem Grund ist das Theater beim lokalen Publikum sehr beliebt. Selbstwertgefühl ist für das Thema Gesundheit ein zentraler Aspekt. Es spiegelt den Wunsch der Anwohner wider, in Gesundheitsfragen involviert zu werden. Ein Ansatz zur Förderung des Gemeinwohls ohne Selbstwertgefühl der Anwohner scheint dabei undenkbar. Diese Art der Arbeit trägt zudem zur Entwicklung psycho-sozialer Fähigkeiten bei, die die WHO folgendermaßen definiert: „Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen, kreatives und kritisches Denken zu entwickeln, effektiv zu kommunizieren, zwischenmenschlich agieren zu können, sich seiner selbst bewusst zu sein und für andere Empathie empfinden zu können und seine eigenen Emotionen unabhängig von Stress zu kontrollieren“.
 

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IAE
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